la paz
hauptstadt boliviens, naja eigentlich nur der sitz der regierung und der exekutive; verfassungsmaessige hauptstadt ist seit der unabhaengigkeitserklaerung 1825 sucre. trotzdem ist la paz insgeheim hauptstadt, da hier die meisten menschen wohnen (etwa 1,3 millionen mit el alto) und das leben tobt.
parlament und plaza murilo - beliebter ort von demonstrationen und ausschreitungen, die in der vergangenheit schon des oefteren zu regierungswechseln gefuehrt haben
cristóbal colón (christoph kolumbus) - mit seiner westindienreise begann die eroberung amerikas; mit all seinen positiven und negativen seiten
tiahuanaco
klimaveraenderungen machten der kultur ein ende, doch in verschiedenen braeuchen der inkas sowie in der sprache aymara, die auch heute noch von der mehrheit der bolivianer (u.a. von evo morales) gesprochen wird, findet man immer noch kulturelle ueberbleibsel.
die tempel wurden von den spaniern durch ihre gier nach gold waehrend der conquista zerstoert und teilweise zugeschuettet, so dass die anlagen wieder komplett archaeologisch freigelegt werden muessen (= ausgebuddelt).


coroico
neben tourismus ernaehren sich die yungeños hauptsaechlich von landwirtschaft. ist auch eines der hauptanbaugebiete fuer coca, wobei die yunga-blaetter in den kommerziellen verkauf kommen (zum kauen, fuer die coca-tee-zubereitung und andere traditionelle sachen) und nicht zur kokain-herstellung (diese blaetter kommen hauptsaechlich aus der region chapare in der naehe der stadt cochabamba).
mit einem tropischen klima, viel gruen, grandiosen ausblicken ueber weite taeler und einer relaxten stimmung war coroico bestens geeignet, fuer zwei tage fuesse und seele baumeln lassen.



oruro
40.000 taenzer ziehen von morgens um acht bis nachts um drei durch die strassen, geschmueckt mit kunterbunten kostuemen oder knappen roeckchen; begleitet von bolivianischer blasmusik in mindestens orchestergroesse. und das am naechsten tag gleich noch mal.
die zuschauer sitzen auf tribuenen und schauen zu, sind unverkleidet, doch nicht tatenlos. wenn mal grad 'ne kleine verschnaufpause zwischen den einzelnen carnaval-gruppen kommt, bewerfen sie sich wie wild mit wasserbomben, bespritzen sich mit wasserspritzpistolen und argentinischem kunstschnee aus der dose. klingt witzig, isses auch, solange man einen spritzwasserfesten poncho anhat. dann kann man auch klasse mitmachen. woher diese tradition kommt und was das soll, konnte mir so keiner beantworten.
kulturell gesehen werden durch die taenze sowohl präkolumbianische kulturen als auch die juengere geschichte (namentlich die conquista; die spanische eroberung) gewuerdigt. auch tío, der schutzheilige der mineros kommt nicht zu kurz. alles in allem ein kunterbuntes spektakel mit ueber einer halben million besuchern. hier jetzt fotos:







isla del sol
es hat sich gelohnt, hab dann verstanden, warum das alle machen. die insel erhebt sich majestaetisch aus dem stahlblauen titicaca-see (hoechster schiffbarer see der welt; wer daran zweifelt, es ist zumindest der groesste hoechstgelegene see der welt) und ist nicht mal 5km lang. dadurch kann man sie super wandernd erkunden, was ich dann auch gemeinsam mit einer ziemlich anstrengenden brasilianerin tat. wobei ich nicht weiss, was anstrengender war, der weg oder die brasilianerin, da es nur rauf und runter ging. aber es hat sich gelohnt.

interessant war auch, dass es in aymara kein wort fuer "freund" gibt, da ein jeder grundsaetzlich erstmal ein freund ist. klasse, oder? anstrengend wurde es, als er anfing, sich mit der brasilianerin (auch psychologin) ueber freud'sche psychoanalyse sowie ihre jeweils bereits absolvierten therapien unterhielt. ist ja nicht so meins...
zurueck zur insel. es gab auch ruinen. da ja laut geschichte der grandiosen inca-kultur die isla del sol der ort war, an dem der sonnengott inti den ersten inca-herrscher manco cápac abgesetzt hat, war es fuer die incas ein mysthischer ort. es gibt uralte, in den stein gehauene treppen und im norden verlassene doerfer mit tempelanlagen und steinhaeusern ueber beeindruckender steilkuestenlandschaft.




weiter ging's, immer noch mit anstrengender brasilianerin, deren lebensgeschichte ich mittlerweile ausswendig konnte, nach peru. ueber puno, wo die brasilianerin gluecklicherweise ausstieg, fuhr ich nach cusco.
zwischendurch hab ich dann gleich mal das strassenverhalten der peruaner kennenlernen duerfen. folgende situation in chronologischer reihenfolge:
- mindestens 6-8 polizisten stehen auf der strasse und winken wie wild mit taschenlampen; ich hab ja vermutet, dass der bus anhalten sollte
- busfahrer ist anderer meinung und faehrt weiter
- fuenf minuten spaeter ueberholt polizeiauto
- zwei minuten spaeter stehen 6-8 polizisten auf der strasse und winken wie wild mit taschenlampen; busfahrer muss anhalten, sonst gaebe es ueberfahrene polizisten
- polizisten nehmen in der naechsten stunde den bus komplett auseinander
spuren dieser kultur sieht man auch heute noch in der stadt. unter den kolonialen haeusern gibt es noch immer viele inca-mauern, die durch eine sehr exakte bauweise gekennzeichnet sind. sieht spitze aus. und 'n kleines bischen schoen sind ja koloniale spanische haeuser irgendwie auch...












































parinacota


